Schokolade...



Was ist Schokolade?
"Schokolade" ist keine Kindersüßigkeit mit überwiegend Zucker und Milch, sondern Kakao-Genuß in einer eßkonformen Darreichungsform. Zucker und Fett sind nicht Selbstzweck, sondern dienen nur dazu, unserem in dieser Hinsicht verwöhnten Gaumen den Kakao-Genuß leichter zu machen.
Stoffe wie Milch, Soja, Lecithin, und künstliche Aromen haben eigentlich nichts in Schokolade zu suchen, sind aber leider auch in guten Schokoladen manchmal anzutreffen.

Kakaogehalt
Ein geringer Kakaogehalt (unter 50% insgesamt) ist daher kein Schokoladengenuss mehr, sondern nur eine pappsüße Nascherei. Wenn man erstmal ein hochprozentige Schokolade gewohnt ist, kann man irgendwann keine "normale" Milchschokolade wie früher essen und fragt sich, wie man dieses völlig übersüßte Zeug vorher freiwllig runtergebracht hat. Marken wie Zotter oder Coppeneur fasse ich daher nicht als "Schokolade" sondern als "Praline in Tafelform" auf und mit Pralinen habe ich persönlich wenig "am Hut".
Ein sehr hoher Kakaogehalt (über 80%) dagegen ist im ersten Moment bzw. für den ungeübten Gaumen manchmal kein Genuß/keine Verführung mehr, in jedem Fall aber eine interessante und lohnenswerte Erfahrung. Schöner Nebeneffekt dann: Man ißt nicht mehr die ganze Packung auf einmal leer, sondern hat mit einem kleinen Stück für ein paar Stunden oder Tage genug.
Ich persönlich halte Schokoladen um 70% für das vielseitigste Geschmackserlebnis, darunter dominieren oft Zucker und Fett, darüber ist der herbe Kakaogeschmack für den menschlichen Gaumen oft so stark, daß er andere Kakaoaromen überlagert.

Verzehr
Hochprozentige Schokolade kann/sollte man mehr lutschen als kauen, vor allem umso hochprozentiger sie ist. Der Geschmackseindruck ist dann intensiver, außerdem hat man länger etwas davon.
Es ist normal, daß das eigene Geschmacksempfinden tagesabhängig ist und einem die gleiche Schokoalde mal genau richtig, mal etwas zu süß, mal etwas zu herb vorkommt. Diese Schwankung liegt je nach Gaumen zwischen 10 und 20% Kakakoanteil.

Marken und Preise
Ein klarer Unterschied zwischen Topschokoladen bzw. -kakao und "normaler" Qualität ist die Aromenvielfalt. Während einige wenige Topschokoladen, vor allem von Cluizel (Plantagenschokoladen) und Domori, ähnlich gutem Wein (wo ich persönlich so etwas nie geschmeckt habe!) eine unglaubliche Vielfalt an mehreren(!) Aromen erzeugen, von bestimmten Früchten über Pflanzen zu Gewürzen und mehr, haben einfache Schokoladen bzw. einfacher Kakao meist nur ein konstantes Aroma, lediglich je nach Kakaoanteil, Zucker und Kakaobutter mal mehr mal weniger herb.
Wenn es diese Vielfalt einmal sein soll, geht es leider nur teuer. Allerdings überfordert diese Aromenvielfalt anfangs oft oder ist manchmal wie z.B. bei Domori sogar unangenehm, und man muß sich langsam daran gewöhnen bzw. heranarbeiten.
Man muß diese Aromenvielfalt auch nicht immer haben und kann sie gar nicht immer genießen, eine gute im Aroma "eindeutige" Schokolade ist nicht unbedingt schlechter. Bei den "eindeutigen" sind Preis und Geschmack nicht immer proportional, es gibt durchaus gute preiswerte oder gar billige und umgekehrt auch teure mäßige Schokoladen.

Unsere Schokoladenverkostungen
2005 - 2007





Links:


Theobroma - Die deutsche Kakao- und Schokoladenseite schlechtin:

Mr. Chocolate - Hervorragende Seite in English a la Theobroma

Mr. Chocolate bewertet 141 dunkle Schokoladen

Weitere Rangliste von fast 100 dunklen Schokoladen, etwas unflexibel und etwas Valrhona-lastig, sonst gut

How to conduct a chocolate tasting (auch wenn ich mit vielen Favoriten nicht übereinstimme)

Die Lindt Tips für eine Schokoladenverkostung (etwas schöngefärbt...)

Wikipedia zum Thema Schokolade

Shopempfehlung: Manni's Laden



Teure "Nobel"marken

(überwiegend in Läden mit hohem Preisniveau, Gewürz&Teeläden, Confiserien
Michel Cluizel
normal ca. 3,50 Euro, Plantagenschokolade ca. 4 Euro/100g
Dunkle Orangenschokolade (Noir aux Ecorces d'Orange, 60% Kakao): Ein Gedicht mit intensivstem Orangengeschmack, schlägt alle anderen dieser Art auf dem Markt. Vermutlich auch weil hier nicht nur Aromen oder Likör verwendet wurde, sondern auch kandierte Orangeschalenstückchen.
70% Plantagenschokolade Hacienda Tamarina: Eine der geschmacksintensivsten und vielfältigsten der mir bekannten Schokoladen aller Prozentklassen, entfaltet beim Lutschen ein wahres Feuerwerk an Aromen, was den hohen Preis von Cluizel rechtfertig. Man kann dieses "Feuerwerk" aber ähnlich Domori nicht immer genießen. Darüberhinaus ist die Conche, das Schmelzen (allgemein bei Cluizel) bemerkenswert.
64% Plantagenschokolade-Hacienda Concepcion: Ähnlich der Tamarina, aber weniger intensiv, etwas weniger "Feuerwerk".
66% Plantagenschokolade-Hacienda Maralumi: Wieder intensiver als die Concepcion, aber sehr sauer, gewöhnungsbedürftig.
85% Grand Noir: Intensive bzw. recht herbe 85er, aber ohne besonderes Geschmackserlebnis, nicht besser als andere preiswerte 85er, viele 70er bieten mehr Aromen

Domori
ca. 4-12 Euro/100g
Wie man auch schon am Preis sieht, Domori ist der Rolls Royce unter den Schokoladen. Schade nur, daß der Run auf Domori der letzten Jahre vermutlich erst durch diverse ausführliche TV-Sendungen und deren Wiederhlungen in Arte, 3sat und ZDF kam. Domori und vor allem schon zahlreiche viel ältere und erfahrene Spitzenschokoladehersteller gab es schon vorher. Sah der Normalbürger früher irgendwo Schokolade für 5 Mark 100g, griff er sich an den Kopf, für ihn hörte die Welt spätestens bei Lindt auf.
Läßt man heute den Namen Domori für den dreifachen Preis fallen, kommt immer häufiger anerkennendes Kopfnicken "Das sind doch die aus dem Fernsehen?". Ein Großteil der heutigen Domorikäufer hat schlichtweg zu viel Geld oder schaut zuviel Fernsehen oder beides, kann aber die Kakao-Qualität überhaupt nicht beurteilen. So ging es mir bei meiner ersten Domorilieferung vor einigen Jahren - noch teuer in Italien bestellt - auch noch. Dieses Jahr taste ich mich so langsam an hochwertigen Kakao heran und kann inzwischen auch einige Domorisorten schätzen.
Trotzdem denke ich - so begrüßenswert die Rückkehr der Kakaokultur und der Bereitschaft der Konsumenten zu höheren Preisen für gute Schokolade und Kakao und der Beitrag von Domori dazu ist - andere Marken bieten (im Schnitt) meist mindestens Gleichwertiges - auch in Dingen wie Fairtrade und Bio - für einen Bruchteil des Preises.
Mir mißfällt auch, daß einerseits ständig der Eindruck erweckt wir, daß ausschließlich der seltene edle Criollo-Kakao einer einzigen kleinen Plantage in Venezuela verwendet wird und so fleißig das Image eines kleinen familiären, natürlichen und wenig profitorienierten Betriebes geschürt wird, dem die Vollendung seines Handwerks über alles geht, während es andererseits real inzwischen in vielen Läden eine kaum mehr überschaubare Vielfalt an Domorischokoladen mit Kakao aus allen möglichen Teilen der Welt gibt. Hier wurde fürchte ich dem Profit und der großen Nachfrage Tribut gezollt, Domori ist nicht (mehr) natürlicher oder "echter" oder mehr Kakao/Schokoladenkult als die meisten anderen Spitzenmarken.
70% Sambirano: Sehr gut, intensiv und vielfältigste Aromen.
70% Rio Caribe: Sehr intensiv, aber sehr ungewöhnlicher Geschmack, sehr saurer, nach Alkohol, fast verdorben, mehr als gewöhnungsbedürftig!
70% Carenero: Eher enttäuschend, besser als normale 70er aber weit entfernt von z.B. den Cluizel Plantagenschokoladen.
70% Esmeraldas: Eher enttäuschend, besser als normale 70er aber weit entfernt von z.B. den Cluizel Plantagenschokoladen.
70% Sur del Lago: Eher enttäuschend, besser als normale 70er aber weit entfernt von z.B. den Cluizel Plantagenschokoladen.
100% Puro: Sehr bitter und intensiv und natürlich nicht süß. Aber erstaunlich wenige Aromen (für 100%) und für mich nicht harmonisch.
Da hierfür der besonders seltene edle Criollo-Kakao verwendet wird, ist diese Extremschokolade noch eßbar (besser gesagt: lutschbar), im Gegensatz z.B. zur 99% Lindt, die man wirklich nur ins Regal stellen kann. Trotzdem bleibt es eine eigenwillige Geschmackserfahrung und man kann nur ein winziges Stück so einer Schokolade lutschen und es dauert danach eine ganze Weile, bis man wieder ein Stück davon nehmen kann/will.
Hacienda San Jose: ca. 75-80 Euro/500g: "Schokoladen-Degustationsset" in der Holzbox mit je 5x25g 50%, 70%, 80% und 100% ausschließlich mit Criollo Kakao Typ "Ocumare 67" von Domoris Urplantage San Jose.

Valrhona
ca. 3-4 Euro/75g
Valrhona ist in Angebot und Preis ein direkter Konkurrent zu Cluizel, in Geschmack und Aromen aber (im Schnitt) eindeutig dahinter.
64% Manjari Kandierte Orangenschalen: Gut, etwas zu süß, nicht gewöhnlich, aber auch kein Hochgenuß, schmeckt kaum nach dunkler Schokolade, mehr wie eine edle/leckere Milch- bzw. Traubennußschokolade, daher zu teuer.
66% Caraibe: Deutlich besser/intensiver als "normale", weniger intesiv als Cluizel Plantagenschokoladen, gefälliger
70% Guanaja: Deutlich besser/intensiver als "normale", weniger intesiv als Cluizel Plantagenschokoladen, gefälliger
Plantagen:

Dolfin
ca. 2,40 Euro/70g
Die Belgier in der ungewöhnlichen Verpackung, die an Tabaksbeutel erinnert, haben ihren Schwerpunkt eher auf "Niedrigprozentigem". Ein paar hochprozentige gibt es aber.
70% mit Kakaobohnenstückchen: Lecker!
88%: Sehr süß, daher durch den hohen Kakaoanteil sehr gefällig, eine "genehme" über 85%

Neuhaus
ca. 3 Euro/80g
Für Neuhaus gilt ähnlich wie für Dolfin, daß ihr Schwerpunkt auf anderem, und zwar auf Pralinen und "Niedrigprozentigerem" liegt. Da das wenige "Hochprozentige" leider auch geschmacklich weit hinter den anderen "Nobel"marken liegt, ist der hohe Preis für Neuhaus Bitterschokolade völlig unangemessen.
70% Extra Amer: Geschmacklich leider nur Durchschnitt wie einfache 70er
70% Orange: Ebenso, außerdem viel zu süß, enttäuschend

Bernard Castelain
ca. 3 Euro/100g
Eine scheinbar sehr seltene, kleine französische Marke, deren bisher einzige von mir probierte Sorte Appetit auf mehr macht.
70% Edelbitterschokolade mit Cafe: Sehr harmonische Kombination von Kakao und Kaffee, schöne Ergänzung, keiner kommt dem anderen in die Quere.



"Normale", Bio- und alteingessene Marken

Rausch, Berlin
40/125/250g, ca. 4 Euro/250g, sehr gute und klasssische Bitterschokolade, nur etwas dicke Tafeln/Stücke
55% Santo Domingo: Sehr Mäßig
60% Amazonas: Zu süß
70% Arriba: Sehr gut!
75% Tobago: Sehr gut!

Arko
Überwiegend Rausch-Schokolade, "Arko" steht lediglich auf der Verpackung.
Ausnahmen bzw. nicht-Rausch meines wissens:
Orangen-Edelbitter: Na ja...
77% Edelbitter: Sehr gut!

Hachez, Bremen
ca. 2,20 Euro/100g,
Hachez Historie
77% Cocoa D'Arriba: Mittelmäßig, seltsamer fettiger Beigeschamck
77% Cocoa D'Arriba Orange: Mittelmäßig
77% Cocoa D'Arriba Erdbeer-Pfeffer: Hervorragend! Eine ungewöhnliche bzw. (angenehm) verwirrende Mischung, sobald man sich den Erdbeergeschmack wahrnimmt, stellt man sich von der puren Frucht oder von anderen süßen Speisen mit Erdbeergeschmack her erstmal auf "süß" ein und ist dann überrascht, wenn ein scharf-herber Abgang kommt. Ein faszinierendes Spiel mit den Geschmacksnerven! 77% Cocoa D'Arriba Gesalzene Erdnüsse: Ein Traum! Die Mischung aus salzig/Erdnüsse und 77% Kakao harmoniert perfekt. Es ist fast umgekehrt wie bei Erdbeer-Pfeffer, durch das salzige-kräftige am Anfang stellt man sich auf etwas sehr Kräftiges im Anschluß ein, sodaß die anschließenden 77% Kakao vergleichsweise mild wirken und man die Tafel in einem Satz aufessen könnte. Vorsicht, Suchtgefahr!
55% Cocoa de Maracaibo Edelvollmilch: Erstaunlich gute Milchschokolade. Gleich zu Anfang sehr weich, als ob man sie in der Hosentaschen gehabt hätte (geht scheinbar bei Milchschokolade nicht anders, schade...) und man befürchtet sofort die üblich schlimme Zuckervergiftung und dann nichts dergleichen, sehr harmonische, kaum süße Mischung aus 55% Kakao und Milch. Leider leider unnötigerweise mit Butterreinfett verdorben, daß auch geschmacklich ziemlich bestimmend ist. Trotzdem, wenn man den Verstand mal abstellt, ungewöhnlich lecker und unsüß für ein Milchschokolade.
55% Cocoa de Maracaibo Edelvollmilch Espresso: Hier gilt das Gleiche wie ohne Espresso. Allerdings dominiert der Espresso/Cafe und man schmeckt kaum mehr Kakao, dafür aber auch kein Butterreinfett mehr. Auch hier gilt: Trotz der durchwachsenen Zutaten sehr lecker!

Wagner, Brunsbüttel
Sieht verlockend aus, als wäre sie grade erst beim Konditor um die Ecke gegossen worden, ca. 2 Euro/100g
63%: Relativ sanft und süß, gut zum Einstieg, für Profis fast schon zu süß, süßer als Lidl Amazonas.
85%: Eine verträgliche 85%-ige, durch die relativ hohe Süße leichter genießbar als z.B. die 85%-ige von Gepa oder gar aus dem Reformhaus.
61% Pfeffer Edelbitter: Eine scharfe Köstlichkeit, aus der die teilweise ganzen (aber weichen) Pfefferkörner in Mengen gradezu rausspringen. Meine Lieblingspfeffer/Chilli-Schokolade, durch die ganzen Pfefferkörner geschmacklich interessanter ist als die üblichen nur scharfen (Chili)-Schokoladen, die diese Konsistenz nicht haben. Auch nicht so auffällig süß wie die beiden anderen Wagner.

Hamann, Berlin
ca. 2 Euro/100g
Gute (optisch unauffällige) 70%-ige zu einem fairen Preis.

Gepa und Mascao (Eineweltladen)
1,10-1,70 Euro/100g
Etwas verwirrend für mich die Unterscheidung zwischen den Transfairmarken Gepa und Mascao, wer jetzt warum und seit wann wie heißt, keine Ahnung, jedenfalls sind beide in der Regel bei Eineweltläden erhältlich.
70% Bio Edelbitter: Eine der cremigsten und leckersten 70%-igen, ohne das sie unangenehm süß bzw. zu süß wäre.
70% traditionelle Rezeptur: Das traditionell steht hier scheinbar für nicht Bio und einen "normalen" Rohrzucker, während bei der anderen 70%-igen Gepa ein "Mascobado" Vollrohrzucker benutzt wird (was auch immer das ist...). Fast unmöglich, aber mit dieser "tradionellen" Zubereitung ist sie mit Abstand die weichste und angenehmste 70%-ige überhaupt, noch sanfter als ihr Bruder, sie geht im wahrsten Sinne des Wortes "runter wie Öl" ohne unagenehm süß oder fett zu sein.
70% Bio Edelbitter Orange: Diese Orangenschokolade kann leider nicht ganz mit anderen Orangenschokolade mithalten, als reine Bitterschokolade ist sie ok.
85% Bio Edelbitter: Eine weitere 85er, nicht so herb wie die 85er des Refromhauses, nicht so "genehm" wie die 85er von Wagner.
Mascao Edelbitter-Schokolade mit Kokosraspel (59% Kakao, 13% Kokos): Ein Gedicht, ein Segen! Endlich eine Kokosschokolade, vermutlich die einzige überhaupt, die nicht pappsüß ist, einfach nur Kokos mit herber Schokolade (ohne die neutralen Kokosflocken real vermutlich 70% Kakaoanteil), Zucker ist praktisch unmerklich.

Reformhaus Bio-Edelbitter
ca. 2 Euro/100g
Ob es an Kakao, Zucker oder an Fett/Kakaobutter liegt, egal ob 72% oder 85%, für beide Sorten gilt, daß sie mit Abstand die stärksten bzw. herbsten/bittersten ihrer Klasse sind, die 72er schmeckt wie eine 80 oder 85%-ige, die 85 kommt nah an die 99%- und 100%igen der Konkurrenz heran, mit einem Stückchen hat man für den Rest des Tages genug. Qualität und Vielrfalt der Kakaoaromen sind dagegen leider recht enttäuschend.

Feodora
ca. 1,75 Euro/100g
Grandora 75% Milde Edelbitter: Beachtliche 75er, etwas besser als die "normalen" aber noch kein Spitzenkakao.
Grandora 75% Maracuja: Maracuja harmoniert sehr gut mit dem Rest, beachtliche 75er, etwas besser als die "normalen" aber noch kein Spitzenkakao.
Grandora 75% Espresso: Cafe/Espressogeschmack harmoniert sehr gut mit dem Rest, beachtliche 75er, etwas besser als die "normalen" aber noch kein Spitzenkakao.

Wacker
Wacker Kaffee- und Teehaus Frankfurt, nähe Hauptwache/2001, 0,10 Euro/5g
70% 5g Täfelchen: Hervorragende 70er in idealer Verpackung bzw. Packungsgröße bei fairem Preis, Hersteller allerdings noch unklar

Lindt
ca. 1,80 Euro/100g
Trotz massiver Werbung der "guten Onkels mit der weißen Konditormütze" leider nur mittelmäßige Massenfabrikware. Die Werbung kann einen schon zum Schmunzeln bringen, ein paar Gestalten in einer blitzenden Küche mit Gefäßgrößen und Schokoladenmengen vielleicht ausreichend für eine mittlere Familienfeier. So geht's also bei Lindt zu, die Oma schon kaufte und die auch der Supermarkt bei uns um die Ecke hat? Na klar!
Geschmacklich nur untere bis mittlere Klasse, dafür aber schon zu gehobenen Preisen und ohne jeglichen fairen Kakao oder Bio-Produktion. Das kann man billiger oder mit besserem Gewissen haben...
Ausnahme: Die 99% Schokolade. Zwar sind 99% Kakao kaum genießbar, aber eine bewundernswerte Entscheidung, so eine Schokolade überhaupt im Programm zu halten!


Preiswerte "Marken" bzw. Anbieter

Lidl
Preislich unschlagbar und mit edlem, exotischen Outfit, 0,88 Euro/125g
60% Amazonas: Die Einstiegs"droge" für echten Schokoladengenuß. Ein cremiger Gaumenschmeichler mit genügend Süße, so daß er wirklich jedem schmeckt, auch wer bisher noch keine Bitterschokolade mochte, wird von diese angenehm überrrascht sein. Mit der Amazonas fängt man an, einige Zeit später will man keine Milchschokolade mehr... Für "Experten" zu süß.
70% Ecuador: Mittelmäßige aber preiswerte 70%-ige, etwas zu süß.
(Von der 46%-igen Madagaskarschokolade der gleichen Serie ist dringend abzuraten. Schön anzusehen, um sie sich ins Regal neben die anderen zwei zu stellen, ansonsten leider ungenießbar und pappsüß für Gaumen, die hohen Kakaoanteil gewohnt sind.)

Aldi
Preislich wie Lidl, optisch Eindruck dafür eher wie Wiener Kaffeehaus. Schön die Verpackung in fünf einzelne Täfelchen, für den Genuß zu mehreren oder über längere Zeit.
70% Moser Roth: Etwas herber als die 70%-ige Lidl, geschmacklich die enttäuschendste 70%-ige die ich kenne.

Tchibo
Hersteller Rausch, 1,75 Euro/120g, Sommerpause von Mai bis Oktober
54% Carenero: Eigentlich in Kakao- und Zuckergehalt nicht ganz die gleiche Klasse wie die anderen hier vorgestellten Schokoladen, aber mit den Kaffeebohnenstsplittern ein Genuß. Vielleicht keine vollwertige Schokolade, aber einfach eine Sünde wert.
71% Quevedo: Mitelmäßige 70%-ige, obwohl von Rausch für Tchibo produziert deutlich schlechter als die 70% und 75% von Rausch direkt.

Sarotti
ca. 1,15 Euro/100g
No.1 72% Ecuador: Zu süß und qualitativ im Geschmack nicht so gut wie andere 70er.
No.1 75% Sao Thome mit Kakaokernsplittern: Eigentlich deutlich besser als die 72er und nicht zu süß, aber die Kakaokernsplitter sind völlig unpassend und schmecken minderwertig bzw. bitter, als ob man (alte) Nußschalen essen würde. Dadurch ist diese Schokolade insgesamt zu bitter. Schade, ohne die Kakaokernsplitter wäre es für mich eine beachtliche reine dunkle Schokolade vom Billigmohr.
No.1 72% Papua Neu Guinea mit Orange: Ein der besten dunklen Orangenschokoladenladen, kommt zwar nicht ganz an die Cluizel heran, aber gleich auf Platz 2, besser als die meisten anderen und zu einem Spottpreis.

Cote D'Or
Französisch/Belgische Supermarktschokoladenmarke, manchmal bei MiniMal/ReweLeibbrand, ca. 1,80/100g
Sensations 86%: Ok für's Geld, aber nicht so gut wie die anderen 85%-igen oder 70%-igen
Noir Orange: Auch wenn der Kakaoanteil nicht klar ausgewiesen ist, dürfte er mind. um die 60% liegen. Geschmack ist etwas zu süß und billig, fürs Geld aber ok.


Meine Favoriten im Mai:
Michel Cluizel Plantagenschokolade Hacienda Tamarina 70%
Sarotti 72% Papua Neu Guinea mit Orange

Meine Favoriten im April:
Mascao Edelbitter-Schokolade mit Kokosraspel
Michel Cluizel dunkle Orangenschokolade
Hachez 77% Cocoa D'Arriba Gesalzene Erdnüsse
Wagner Pfeffer Edelbitter




Trinkschokolade


Chocolate de Ambato, Zubereitung, Werkzeug
Nicht empfehlenswert: Marke xxx


Chocolaterie Wetzlar









Saludos & Beste Grüße
Jo & Betty